Seiteninhalt

Behördenwegweiser

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Nationales Visum; Beantragung und Verlängerung

Wichtige Informationen für Inhaber von Schengen –Visa

Inkrafttreten der 2. Schengen-Visa-COVID-19-Pandemie-Verordnung

Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat hat am 17.06.2020 eine 2. Verordnung erlassen, die für Inhaber von Schengen-Visa die Verlängerung der vorübergehenden Befreiung vom Erfordernis eines Aufenthaltstitels regelt. Diese Verordnung ist am 19.06.2020 in Kraft getreten.

Aufgrund dieser Verordnung sind Ausländer, die sich

  • am 17.03.2020 mit einem gültigen Schengen-Visum im Bundesgebiet aufgehalten haben
  • oder die zwischen dem 17.03.2020 und dem 18.06.2020 mit einem gültigen Schengen-Visum eingereist sind
  • und die sich jeweils am 30.06.2020 im Bundesgebiet aufgehalten haben, ab dem Zeitpunkt des Ablaufs ihres Schengen-Visums bis zum 30.09.2020 vom Erfordernis eines Aufenthaltstitels befreit.

Ebenso dürfen erwerbstätige Personen, die aufgrund ihres Schengen-Visum dazu berechtigt sind, bis zum 30.09.2020 arbeiten.

Sofern Ausländern in einem anderen Schengen-Staat der Aufenthalt erlaubt war und sie von dort durch das Bundesgebiet in einen anderen Staat reisen möchten, in den ihnen auch die Einreise erlaubt ist, sind sie vom Erfordernis eines Aufenthaltstitels für die Einreise in das Bundesgebiet und einen anschließenden Aufenthalt bis zu 3 Tagen befreit. Diese Regelung gilt bis 30.09.2020.

Eine Vorsprache oder Kontaktaufnahme mit der Ausländerbehörde ist deshalb derzeit nicht erforderlich.
Wir empfehlen beim Grenzübertritt eine Kopie der 2. Schengen-Visa-COVID-19-Pandemie-Verordnung mit sich zu führen.


Sollten Sie sich als Tourist/-in ohne Visum in Ingolstadt aufhalten, kann nach Ablauf Ihres visumsfreien Aufenthalts eine Grenzübertrittsbescheinigung ausgestellt werden. Setzen Sie sich hierzu bitte per E-Mail mit uns in Verbindung: auslaenderamt@ingolstadt.de.


Kurzbeschreibung

Für die Einreise zu längerfristigen Aufenthalten (über 90 Tagen) oder Aufenthalten, die zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit führen, benötigen visumpflichtige Ausländer ein nationales Visum. Es wird in der Regel befristet, in bestimmten Fällen bis zu einem Jahr erteilt. Abhängig vom Aufenthaltszweck ist im Regelfall nach der Einreise ein inländischer Aufenthaltstitel bei der örtlich zuständigen Ausländerbehörde zu beantragen.

Beschreibung

Die Einreise von Nicht-EU-Bürgern nach Deutschland setzt grundsätzlich ein Visum voraus, das von der deutschen Auslandsvertretung (Botschaft, Konsulat) im Herkunftsland ausgestellt wird.

Für einen Aufenthalt von mehr als 90 Tagen, z.B. im Rahmen des Familiennachzugs, oder zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit werden die Visa als sog. "nationale" Visa erteilt. Die Voraussetzungen zur Erteilung eines nationalen Visums richten sich nach den für die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis, einer Blaue Karte EU, einer ICT-Karte, einer Niederlassungserlaubnis und einer Erlaubnis zum Daueraufenthalt-EU geltenden Vorschriften und unterscheiden sich somit je nach Aufenthaltszweck (siehe "Verwandte Themen").

Nach der Einreise muss das nationale Visum gegebenenfalls durch einen bei der zuständigen Ausländerbehörde zu beantragenden anderen Aufenthaltstitel ersetzt werden. Der Antrag muss innerhalb der Geltungsdauer des Visums erfolgen.

Von nationalen Visa zu unterscheiden sind Visa für Kurzaufenthalte (z.B. Touristen- oder Besuchsaufenthalte, Geschäftsreisen) von bis zu 90 Tagen je Zeitraum von 180 Tagen. Diese werden i. d. R. als sog. "Schengen-Visa" erteilt (siehe "Verwandte Themen" – "Schengen-Visum; Erteilung und Verlängerung").

Ausnahmen von der Visumpflicht gelten für Staatsangehörige von

  • Island, Liechtenstein, Norwegen, der Schweiz, den USA,
  • Australien, Israel, Japan, Kanada, Neuseeland und der
  • Republik Korea,

die unabhängig von der Dauer und dem Zweck des Aufenthalts stets ohne Visum einreisen dürfen.

Dies gilt auch für Staatsangehörige von Andorra, Brasilien, El Salvador, Honduras, Monaco und San Marino, soweit sie keine Erwerbstätigkeit ausüben wollen.

Für Touristenaufenthalte (bis zu 90 Tagen je Zeitraum von 180 Tagen) gilt für Angehörige vieler Staaten ebenfalls Visumfreiheit. Eine Erwerbstätigkeit ist während des visumfreien Aufenthalts nicht gestattet. Eine unmittelbare Verlängerung des Besuchsaufenthalts ist in aller Regel nicht ohne weiteres möglich.

Nähere Informationen über die Visumspflicht, Visumsfreiheit und das Verfahren sowie die Schengenstaaten erhalten Sie über die Internetseiten des Auswärtigen Amts (siehe "Weiterführende Links"). Grundsätzliche Auskünfte zu den Voraussetzungen des Visumsverfahrens gibt auch die Ausländerbehörde.

Voraussetzungen

Die Voraussetzungen zur Erteilung eines nationalen Visums richten sich nach den für die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis, einer Blauen Karte EU, einer ICT-Karte, einer Niederlassungserlaubnis und einer Erlaubnis zum Daueraufenthalt-EU geltenden Vorschriften und unterscheiden sich somit je nach Aufenthaltszweck (siehe "Verwandte Themen").

Fristen

Der Visumantrag muss rechtzeitig vor der beabsichtigten Einreise bei der zuständigen Auslandsvertretung gestellt werden.

Erforderliche Unterlagen

  • Die vorzulegenden Unterlagen können stark variieren.
    Erkundigen Sie sich bitte bei der örtlich zuständigen Auslandsvertretung. Erforderlich sind aber in der Regel u.a. die folgend genannten Unterlagen:
  • gültiger Reisepass
  • Nachweis über gesicherten Lebensunterhalt, ggf. Verpflichtungserklärung
  • Nachweis über ausreichenden Wohnraum
  • Nachweis über Krankenversicherungsschutz
  • Nachweis über den Aufenthaltszweck, z. B. Arbeitgeberbescheinigung oder Arbeitsvertrag, Heiratsurkunde
  • ggf. weitere Unterlagen

Formulare

Kosten

Erteilung: 75 Euro

Verlängerung: 25 Euro

Rechtsgrundlagen

Rechtsbehelf

Weiterführende Links

Verwandte Themen