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Der Ingolstädter Migrationsrat

Im Juli 2020 wurde der Migrationsrat der Stadt Ingolstadt neu gewählt. Die Wahlen fanden in der Woche vom 6. bis 12. Juli 2020 im Neuen Rathaus statt. Zusätzlich konnte am 12. Juli 2020 in den drei Stadtteiltreffs Augustin-, Pius-, und Konradviertel gewählt werden. Alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt Ingolstadt, die eine ausländische oder doppelte Staatsangehörigkeit besitzen und darüber hinaus grundsätzlich (gem. § 4 des Aufenthaltsgesetzes) zur Wahl berechtigt sind, waren aufgerufen sich an der Wahl zu beteiligen und ihre Stimme abzugeben. Die gewählten Mitglieder finden Sie unter "Die Mitglieder des Migrationsrates".

Die Mitglieder des Migrationsrates vertreten die Interessen der Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund. Sie engagieren sich in Arbeitsgruppen mit wechselnden Themengebieten, die sie dem Kurzbericht Migrationsrat 2014 - 2020 entnehmen können.

Die Mitglieder des Migrationsrates

Der Migrationsrat der Stadt Ingolstadt setzt sich zusammen aus

  • 16 von den Bürgerinnen und Bürgern Ingolstadts gewählten Mitgliedern,
  • neun vom Stadtrat ernannten Vertretern verschiedener Verbände und Organisationen,
  • neun Mitgliedern des Stadtrates,
  • dem Staatlichen Schulamt,
  • der Gleichstellungsstelle und
  • dem Jobcenter der Stadt Ingolstadt.

Den Vorsitz führt die Integrationsbeauftragte der Stadt Ingolstadt.
Alle Mitglieder des Migrationsrats sind antrags- und stimmberechtigt.

Folgende 16 Mitglieder wurden im Juli 2020 von den Ingolstädter Bürgerinnen und Bürgern in den Migrationsrat gewählt:

  • Atmatzidi, Olga (griechisch-russisch)
  • Aydin, Elvan-Erdem (türkisch)
  • Benini, Anna (italienisch)
  • Çelik, Ibrahim (türkisch)
  • Dr. Sarropoulos, Andreas (deutsch-griechisch)
  • Gu, Liuqing (chinesisch)
  • Günebakan, Islam (türkisch)
  • Iriarte-von Huth, Silvia (deutsch-argentinisch)
  • Kayaoglu, Ümran (türkisch)
  • Lozano Gomez, Cristina (deutsch-spanisch)
  • Martin, Cristina (italienisch)
  • Muha, Daniela (rumänisch)
  • Özel, Gülcan (türkisch)
  • Qasem, Linda (jordanisch)
  • Saridis, Georgios (griechisch)
  • Seeger, Cristina (deutsch-rumänisch)

Die Aufgabe des Migrationsrates

Zitat aus der Satzung:

„Die Stadt Ingolstadt bildet einen Migrationsrat. Er befasst sich mit Angelegenheiten der Stadt, die Migranten betreffen und stellt Anträge an den Stadtrat und seine Ausschüsse. Im Rahmen des Haushaltsansatzes befürwortet er Zuschüsse an Migrantenverbände und -vereine und für Projekte, die der Verbesserung des Zusammenlebens von Zuwanderern und Einheimischen dient.“

Themen und Schwerpunktaufgaben:

  • Interkulturelles Gesamtkonzept
  • Politische Partizipation von Migranten
  • Bildungs- und Ausbildungssituation von jugendlichen Migranten
  • Interkulturelle Öffnung der Stadtgesellschaft
  • Information von Migranten / Anlaufstelle
  • Kooperation / Unterstützung von Migrantenvereinen und -verbänden und ihren Projekten
  • Förderung und Ausbau von Begegnungen und Begegnungsmöglichkeiten
  • Zugang von Migranten zu Bildung und Ausbildung
  • Sprachförderung
  • Situation von Flüchtlingen und Asylbewerbern
  • Frauenarbeit
  • Vorurteile / Diskriminierung und ihre Folgen
  • Auslobung eines interkulturellen Preises
  • Startworkshop und Fortbildung der Mitglieder

Die Arbeitsweise des Migrationsrates

Die Mitglieder des Migrationsrates arbeiten ehrenamtlich, überparteilich und überkonfessionell.

Der Migrationsrat trifft viermal im Jahr zu einer öffentlichen Sitzung zusammen. (Der Ort wird zeitnah noch bekannt gegeben.)

Termine:

12.02.2020 um 17:00 Uhr (VHS)
22.09.2020 um 17:30 Uhr
27.10.2020 um 17:00 Uhr
09.12.2020 um 17:00 Uhr

Darüber hinaus werden bei Bedarf Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themengebieten eingerichtet.

Bestehende Arbeitsgruppen:

  • Christlich-Islamischer Dialog - Muslimische Gemeinden als kommunale Akteure
  • Fest der Kulturen / „Die Welt ist bunt“ - Vorbereitung der internationalen Kulturtage
  • Migrantinnen-Netzwerk Bayern - Ortsgruppe Ingolstadt
  • „Last-Minute-Börse“ - Übergang Schule / Ausbildung / Jugendliche / Eltern
  • „Tag der Muttersprache“ Förderung der Muttersprache - Muttersprachliches Vorlesen
  • Öffentlichkeitsarbeit - Vorbereitung von Veranstaltungen
  • Asyl/Anerkannte Flüchtlinge
  • Arbeitnehmerrechte

Rechtliche Grundlagen

Die Einrichtung des Migrationsrates ist eine freiwillige kommunale Aufgabe, da in der Gemeindeordnung keine konkrete Vorgaben bestehen. Der Stadt wird es nach Art. 23 der Bayerischen Gemeindeordnung ermöglicht, die Arbeit des Migrationsrates und der Integrationsbeauftragten über eine Satzung zu regeln. Die letzte Änderung datiert vom 19. Dezember 2007.

Migrationsratswahlen 2020

Die Wahlen fanden in der Woche vom 6. bis 12. Juli 2020 im Neuen Rathaus statt. Zusätzlich konnte am 12. Juli 2020 in den drei Stadtteiltreffs Augustin-, Pius-, und Konradviertel gewählt werden. Alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt Ingolstadt, die eine ausländische oder doppelte Staatsangehörigkeit besitzen und darüber hinaus grundsätzlich (gem. § 4 des Aufenthaltsgesetzes) zur Wahl berechtigt sind, waren aufgerufen sich an der Wahl zu beteiligen und ihre Stimme abzugeben.

Die Mitglieder des Migrationsrates werden für sechs Jahre gewählt. Der Rat besteht aus 16 von Migrantinnen und Migranten gewählten Mitgliedern, sowie Vertretern des Stadtrates, der Behörden und der Verbände. Vorsitzende des Migrationsrates ist die Integrationsbeauftragte der Stadt Ingolstadt, Ingrid Gumplinger. Die Arbeit des Migrationsrates ist überparteilich, überkonfessionell und ehrenamtlich.

Neuer Migrationsrat gewählt

In der Zeit von 6. bis 12. Juli waren 35.554 Wahlberechtigte aufgerufen ihre Stimme abzugeben und die 16 Vertreter von Seiten der ausländischen Bevölkerung für den Migrationsrat der Stadt Ingolstadt zu wählen. 42 Ingolstädter Bürgerinnen und Bürger mit einer oder sogar mehreren ausländischen Staatsangehörigkeiten kandidierten für einen Sitz im Migrationsrat.

Insgesamt gaben 1.979 Wahlberechtigte ihre Stimmen ab. Dies entspricht einer Wahlbeteiligung von 5,57 Prozent und einer Steigerung gegenüber der letzten Wahl 2014 in Höhe von einem Prozentpunkt.
Unter den gewählten Mitgliedern waren bereits sechs in der letzten Legislaturperiode im Migrationsrat und verfügen somit bereits über Erfahrung in der Tätigkeit in diesem Gremium. Unter den Gewählten sind elf Frauen und fünf Männer, die ursprünglich aus insgesamt neun unterschiedlichen Nationen stammen. „Die Vielfalt unserer Stadt spiegelt sich so auch in den gewählten Mitgliedern gut wider“, so die Integrationsbeauftragte der Stadt Ingolstadt, Ingrid Gumplinger. Sie bedankt sich bei den Wählerinnen und Wählern für ihre Stimmabgabe und freut sich darauf, die neuen Mitglieder kennenzulernen, um gemeinsam mit ihnen ab Herbst in eine neue Legislaturperiode zu starten.

Gewählt wurden die Bewerber mit den meisten Stimmen in der Reihenfolge der Stimmenzahlen. Die Hälfte der 16 zu vergebenden Sitze muss von Ausländer/-innen besetzt sein. Ein einzelner Staat oder eine ausländische Ethnie oder Gruppe darf nicht mehr als fünf Sitze erhalten.
Die konstituierende Sitzung des Migrationsrates findet am 22. September um 17.30 Uhr voraussichtlich in der Volkshochschule Ingolstadt statt. Die Sitzung ist öffentlich und interessierte Besucher/-innen sind herzlich willkommen.

Die neuen Mitglieder:

Saridis, Georgios, griechisch, 250 Stimmen,
Aydin, Elvan-Erdem, türkisch, 208 Stimmen,
Günebakan, Islam, türkisch, 186 Stimmen,
Çelik, Ibrahim, türkisch, 168 Stimmen,
Kayaoglu, Ümran, türkisch, 168 Stimmen,
Özel, Gülcan, türkisch, 166 Stimmen,
Benini, Anna, italienisch, 130 Stimmen,
Dr. Sarropoulos, Andreas, deutsch-griechisch, 125 Stimmen,
Iriarte-von Huth, Silvia, deutsch-argentinisch, 111 Stimmen,
Seeger, Cristina, deutsch-rumänisch, 107 Stimmen,
Muha, Daniela, rumänisch, 99 Stimmen,
Lozano Gomez, Cristina, deutsch-spanisch, 98 Stimmen,
Gu, Liuqing, chinesisch, 86 Stimmen,
Martin, Cristina, italienisch, 80 Stimmen,
Qasem, Linda, jordanisch, 76 Stimmen,
Atmatzidi, Olga, griechisch-russisch, 74 Stimmen.

Die nachfolgend Genannten werden Ersatzpersonen. Die Reihenfolge des möglichen Nachrückens richtet sich nach der Anzahl der Stimmen unter Berücksichtigung der Festlegung, dass nicht mehr als fünf Personen einer Nationalität vertreten sein dürfen. Die Reihenfolge der Personen mit gleicher Stimmenzahl wird später vom Wahlausschuss mittels Losverfahren ermittelt.

Demir, Enes, deutsch-türkisch, 159 Stimmen,
Düzgün, Yasemin, deutsch-türkisch, 152 Stimmen,
Kartal, Onur, türkisch, 140 Stimmen,
Uca, Yusuf, deutsch türkisch, 85 Stimmen,
Gürbüz, Yunus, türkisch, 72 Stimmen,
Zoremba, Jacek, deutsch-polnisch, 72 Stimmen,
Kiseleva, Olga, russisch, 65 Stimmen,
Ugwuoke, Ifeoma, deutsch-nigerianisch, 62 Stimmen,
Hodžić, Adi, bosnisch-herzegowinisch, 59 Stimmen,
Roldán González, Laura, deutsch-mexikanisch, 59 Stimmen,
Orakci, Talha, türkisch, 58 Stimmen,
Bouchami, Moncef, deutsch-tunesisch, 51 Stimmen,
Antończyk, Dorota, polnisch, 50 Stimmen,
Vásquez Galeas, Mauricio, ecuadorianisch, 43 Stimmen,
Riili, Angelo, deutsch-italienisch, 36 Stimmen,
Bilevscuk, Viktoria, deutsch-ukrainisch, 35 Stimmen,
Edkiouak, Tarik, deutsch-marokkanisch, 35 Stimmen,
Kostadinova, Christina, deutsch-bulgarisch, 33 Stimmen,
Pane, Francesca, italienisch, 27 Stimmen,
Depperschmidt, Anna, griechisch, 26 Stimmen,
Granat, Natalia, deutsch-polnisch, 26 Stimmen,
Merkouris, Alexander, deutsch-zyprisch, 24 Stimmen,
Nefedenok, Elena, italienisch-russisch, 23 Stimmen,
Malkowski, Danuta, deutsch-polnisch, 15 Stimmen,
Huber, Ilona, polnisch, 14 Stimmen,
Suissi, Mohamed, tunesisch, 6 Stimmen.