Seiteninhalt

RKI: Tragen eines Mundschutzes kann Risiko einer Corona-Virus-Übertragung verringern

OB Christian Lösel bekräftigt seinen Appell: Bürger sollen in der Öffentlichkeit Mundschutz tragen und ihn selber nähen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat seine Einschätzung in Bezug auf das Tragen eines Mundschutzes geändert. Bislang empfahl das RKI einen Mundschutz nur für Personen mit akuten Atemwegsproblemen.

Nun heißt es auf der Internetseite des Instituts: „Durch einen Mund-Nasen-Schutz oder bei der gegenwärtigen Knappheit eine textile Barriere im Sinne eines Mund-Nasen-Schutzes können Tröpfchen, die man zum Beispiel beim Sprechen, Husten oder Niesen ausstößt, abgefangen werden. Das Risiko, eine andere Person (…) anzustecken, kann so verringert werden (Fremdschutz)“.

Das RKI weist aber auch darauf hin, dass es bislang keine hinreichenden Belege dafür gibt, dass ein Mund-Nasen-Schutz bzw. eine Behelfsmaske auch den Träger selbst vor einer Ansteckung durch andere schützt (Eigenschutz).

Ein Mund-Nasen-Schutz ist aber auch vor dem Hintergrund sinnvoll, dass nicht jeder am Corona-Virus Erkrankte weiß, dass er infiziert ist. Doch auch wer selbst keine Symptome hat, kann den Erreger weitergeben. Darüber hinaus ist auch der psychologische Effekt, der durch das Tragen von Mundschutzmasken ausgeht, nicht zu unterschätzen. Je mehr Menschen einen Mundschutz tragen, desto ernster wird die Lage auch von den Mitmenschen eingeschätzt.

Wichtig: Das Tragen eines Mundschutzes ersetzt keinesfalls die gängigen Verhaltensregeln im Umgang mit dem Virus: regelmäßige Handhygiene, Einhalten von Husten- und Niesregeln sowie das Abstandhalten (mindestens 1,5 Meter).

Oberbürgermeister Christian Lösel nimmt die heutige Einschätzung des RKI zum Anlass, seinen Appell von Montag zu erneuern: „Ich rufe alle Ingolstädter auf, einen Mundschutz zu tragen. Oberstes Ziel muss sein, das exponentielle Wachstum der Infektionszahlen zu durchbrechen und deutlich zu verlangsamen! Wenn das Tragen eines Mundschutzes dazu beitragen kann, andere – und zum Teil auch uns selbst – zu schützen, dürfen wir dies nicht unversucht lassen!“

Menschen, die nicht zur Risikogruppe zählen und keine Vorerkrankungen haben, benötigen keine Atemschutzmaske mit FFP-Standard. Ein einfacher Mund-Nasen-Schutz kann auch selbst hergestellt werden. Auch hier ruft der Oberbürgermeister dazu auf, diese selbst zu nähen.

Entsprechende Anleitungen finden sich im Internet – auch auf der Homepage der Stadt Ingolstadt unter www.ingolstadt.de/mundschutz
Zugleich ruft der Oberbürgermeister zur Solidarität auf – wer nähen kann, sollte auch für seine Nachbarn oder ältere Menschen eine Maske herstellen.

02.04.2020, 17.00 Uhr