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Ehrenbürger der Stadt Ingolstadt

"Zu Ehrenbürgern können Persönlichkeiten ernannt werden, die sich in außerordentlicher Weise um die Stadt Ingolstadt verdient gemacht haben. Das Ehrenbürgerrecht ist die höchste Auszeichnung, welche die Stadt vergibt."
(§2, Satzung über kommunale Auszeichnungen der Stadt Ingolstadt)

 

  • Ehrenbürgerrecht an Herrn Leopold Stiefel im Jahre 2016

    Verleihung Ehrenbürgerrecht an Herrn StiefelLeopold Stiefel wurde am 19. Februar 1945 in Braunau am Inn, Österreich, als Kind einer in den Kriegswirren aus Jugoslawien fliehenden Familie geboren. 1951 kam er nach Ingolstadt.

    Nach dem Abschluss der Volksschule absolvierte Leopold Stiefel eine Lehre zum Einzelhandelskaufmann und arbeitete sich vom Verkäufer zum Geschäftsführer und Gesellschafter der Firma FEG Kellerhals hoch. Im Jahre 1979 war er Mitbegründer der Firma Media Markt und von Beginn an Geschäftsführer und Gesellschafter. Ende 2006 schied er aus der Unternehmensleitung aus, blieb aber weiterhin Gesellschafter der Firmengruppe und Mitglied im Gesellschafterausschuss der Media-Saturn-Holding GmbH. Er hat bei Media-Saturn zum Wechsel vom gründer- zum managergeführten Unternehmen beigetragen, das mit 100 Mitarbeitern begann und heute allein in Ingolstadt rund 2.500 Arbeitsplätze stellt. Aus dem Unternehmen wurde eine weltweit bekannte Marke.

    Leopold Stiefel gehörte von 2002 bis 2014 dem Stadtrat an, war in verschiedenen städtischen Tochtergesellschaften im Aufsichtsrat und Verwaltungsrat vertreten und brachte seinen wirtschaftlichen Sachverstand ein. Er setzte sich dafür ein, Ingolstadt als attraktiven Standort für Unternehmen und als einen attraktiven Lebensraum für die Menschen zu gestalten.

    Leopold Stiefel war Hauptsponsor und Vorsitzender im Beirat des ERCI. Er hat durch seine Möglichkeiten als Unternehmer für die wirtschaftliche Stabilität des Vereins gesorgt. Ihm verdankt der Eishockeysport in Ingolstadt seinen heutigen Erfolg.

    Während seiner Amtszeit als Mitglied im Hochschulrat der heutigen Technischen Hochschule war Leopold Stiefel an der strategischen Entwicklung der Hochschule maßgeblich beteiligt.

    Angesichts seines wirtschaftlichen Erfolges verlor Leopold Stiefel sein soziales Engagement nie aus den Augen. So engagierte er sich für die Ingolstädter Bürgerstiftung, die Ingenium-Stiftung und unterstützte, mit Erlösen aus den Media-Markt-Weihnachtstombolas – die immer persönlich von ihm aufgestockt wurden, zahlreiche soziale Projekte, Initiativen und Vereine in und um Ingolstadt.

    Leopold Stiefel ist eine Persönlichkeit, die sich in herausragender Weise um die Stadt Ingolstadt und ihre Bürgerinnen und Bürger verdient gemacht hat. Seine außergewöhnlichen Verdienste um die bayerische Wirtschaft kamen und kommen der Stadt Ingolstadt zu Gute. Für seine unternehmerische Leistung und sein vielfältiges soziales Engagement wurde Leopold Stiefel mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

    Leopold Stiefel hat sich um die Stadt Ingolstadt in außerordentlicher Weise verdient gemacht.




  • Ehrenbürgerrecht an Herrn Hermann Regensburger im Jahre 2009

    Verleihung Ehrenbürgerrecht an Herrn RegensburgerHermann Regensburger wurde 1940 in Ingolstadt geboren, hat die Moritzschule und das Christoph-Scheiner-Gymnasium besucht. Seine Ausbildung zum Diplomverwaltungswirt hat er 1963 als bester Anwärter in Bayern abgeschlossen. Er war an den Landratsämtern Pfaffenhofen und Eichstätt tätig und arbeitete auch am Landratsamt Ingolstadt und war dort von 1966 bis 1972 Personalratsvorsitzender.
     
    Sein politisches Engagement begann 1966 mit dem Eintritt in die CSU. Er war zwei Jahre Vorsitzender des Kreisverbands, dann langjähriges Mitglied im Vorstand der CSU Oberbayern und schließlich im Landesvorstand der Partei.  Schon 1967 wurde er Mitglied im Bezirksausschuss Nordwest. 1972 wurde er in den Ingolstädter Stadtrat gewählt. Zweieinhalb Jahre lang war er Zweiter Bürgermeister. Von 1974 bis 1993 war er Vorsitzender der CSU Stadtratsfraktion. Insgesamt gehörte er dem Stadtrat seit dem Jahr 1972 insgesamt 36 Jahre bis zum 30. April 2008 als Stadtratsmitglied an.
     
    Hermann Regensburger hat darüber hinaus aber auch eine landespolitische Karriere, auf die er zurückblicken kann. 1974 wurde er mit deutlicher Stimmenmehrheit als Direktkandidat in den bayerischen Landtag gewählt. Er blieb bis zum Herbst 2003 dessen Mitglied. Er war von 1986 an innenpolitischer Sprecher der CSU-Landtagsfraktion und stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Verfassungs-, Rechts- und Kommunalfragen, 1993 wurde Hermann Regensburger als Staatssekretär ins Bayerische Staatsministerium des Inneren berufen, ein Kabinettsamt, das er bis 2003 ausübte.
     
    Für die Stadt Ingolstadt und die Region hat sich Hermann Regensburger in den 41 Jahren seiner Tätigkeit vor Ort und auch als Landtagsabgeordneter und Mitglied des bayerischen Kabinetts mit höchstem Engagement eingesetzt. Zu den Projekten, die Hermann Regensburger entscheidend mit angeschoben hat, gehört die Errichtung des Landgerichts im Jahre 1988 in Ingolstadt. Es war die erste Errichtung eines Landgerichts in Bayern nach über 100 Jahren. Heute stellt es mit drei Amtsgerichtsbezirken in der Region eine feste Größe dar.
     
    In seine maßgebliche Verantwortung fällt auch die Ansiedlung der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Katholischen Universität Eichstätt. Heute gehört die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der inzwischen umbenannten Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt zu den wissenschaftlichen Einrichtungen in Deutschland, die hohes Ansehen genießen. Dazu gehören auch die Gründung der Fachhochschule und der Ausbau des Klinikums Ingolstadt zu einem Krankenhaus der Hauptversorgungsstufe. Ferner sind zu erwähnen der Ausbau des bayerischen Armeemuseums nach seiner Gründung in Ingolstadt 1972 und die Entscheidung, das bayerische Polizeimuseum anzusiedeln.
     
    Zu nennen sind ferner der Ausbau der Friedens-Kaserne als Standort der Polizeidirektion Ingolstadt und des Finanzamts, sowie die Auswahl Ingolstadts als Standort für das Polizeipräsidium Oberbayern Nord. Das alles sind Themen, die Hermann Regensburger politisch und beruflich beschäftigten und die wesentlich zur Entwicklung und zum Wohlstand Ingolstadts beigetragen haben.
     
    Sein jahrzehntelanger außerordentlicher Einsatz zum Wohl der Stadt und der Region verdient Respekt und erhielt mit der Verleihung der Ehrenbürgerwürde am 24.11.2009 eine angemessene und gebührende äußere Würdigung.



  • Ehrenbürgerrecht an Herrn Peter Schnell im Jahre 2002

    Oberbürgermeister Alfred Lehmann mit Peter Schnell (rechts im Bild) im Jahr 2002Peter Schnell war von 1966 bis zum 30. Juni 1972 Mitglied des Stadtrates der Stadt Ingolstadt. Vom 01. Juli 1972 bis zum Ende seiner Amtsperiode am 30. April 2002 bekleidete er das Amt des Oberbürgermeisters der Stadt Ingolstadt.

    Peter Schnell hat in seiner 30-jährigen Amtszeit als Oberbürgermeister die Stadt durch sein Wirken in vielfacher Hinsicht nachhaltig geprägt und geformt. Seinem Engagement und seiner Tatkraft ist es zu verdanken, dass in dieser Zeit viele bedeutsame Projekte verwirklicht werden konnten, welche maßgeblich dazu beigetragen haben, dass sich Ingolstadt zu einer modernen, attraktiven und bürgerfreundlichen Großstadt und zu einem leistungsfähigen Oberzentrum für den gesamten mittelbayerischen Raum entwickeln konnte. Unter seiner Federführung wuchs die Stadt Ingolstadt zu einem dynamischen Wirtschaftszentrum mit moderner und gut ausgebauter Infrastruktur heran.

    Der Erhalt des kulturellen Erbes und damit die Bewahrung des historischen Charakters der Festungs- und Herzogsstadt Ingolstadt war Oberbürgermeister Peter Schnell von Anfang an ein besonderes Anliegen. Durch Projekte und Modellvorhaben wie die Widmung der Ludwigstraße in eine Fußgängerzone, die flächenhafte Verkehrsberuhigung und die systematische Sanierung der historischen Innenstadt, sowie der alten Festungs- und Militärbauten trug er maßgeblich zur Verbesserung der urbanen Qualität der Altstadt bei.

    Große Verdienste hat sich Peter Schnell um die Gründung der Fachhochschule und der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt erworben. Mit der Eröffnung der Fakultät hat Ingolstadt nach fast zwei Jahrhunderten wiederum eine universitäre Einrichtung. Auch in kultureller Hinsicht profitierten die Stadt und ihre Bürger vom Engagement ihres Oberbürgermeisters. Durch die Ausweitung des kulturellen Angebots in den Bereichen Theater, Museen, Konzerte und Ausstellungen erlangte Ingolstadt ein ausgezeichnetes Renommee als Kulturstadt weit über die Stadtgrenzen hinaus. Den Eindruck einer weltoffenen Großstadt verstärkte Oberbürgermeister Peter Schnell durch den Aufbau und die Vertiefung verschiedener Städtebeziehungen und –partnerschaften.

    Einen Schwerpunkt seiner Arbeit sah er auch in einer nachhaltigen Umweltpolitik und Verbesserung der Lebensqualität, in deren Mittelpunkt der Landschaftsschutz und insbesondere die Revitalisierung der Donauauen standen.

    Peter Schnell zeichnete sich während seiner gesamten Amtszeit durch Bürgernähe und Bürgerfreundlichkeit aus. In seiner Funktion als Stadtoberhaupt und oberster Dienstvorgesetzter kombinierte er Pflichtbewusstsein mit einem hohen Maß an Menschlichkeit. Er orientierte sich stets an seinem Leitbild der „humanen Stadt“. Seine Vision einer „Bürgerstadt“ setzte er in die Tat um, indem er die Anliegen der Menschen ernst nahm. Beispielhaft ist sein Werben für mehr Toleranz und gegenseitiges Vertrauen im Umgang zwischen den Menschen verschiedener Länder und Kulturen. In Ingolstadt entwickelte sich eine Kultur der Bürgerfreundlichkeit, welche bayernweit Modellcharakter hat.

 

  • Ehrenbürgerrecht an Herrn Dr. Ferdinand Piëch im Jahre 2001

    Herr Dr. Ferdinand Piëch wurde am 17. April 1937 in Wien geboren. Seine Verbindung zum Automobilgeschäft wurde ihm bereits durch seinen Großvater, Ferdinand Porsche, in die Wiege gelegt. Er studierte an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich Ingenieurwissenschaften und schloss 1962 als Dipl.-Ing. ETH ab.

    Im Jahr 1972 trat Herr Dr. Piëch als Hauptabteilungsleiter für Sonderaufgaben der Technischen Entwicklung bei der AUDI NSU AUTO UNION AG ein. Hier wurde er 1973 Bereichsleiter für den Gesamtversuch und im Jahr darauf Leiter der Technischen Entwicklung in Ingolstadt. Der Aufsichtsrat der AUDI NSU AUTO UNION AG berief Dr. Ferdinand Piëch im Jahr 1975 in den Vorstand des Unternehmens und betraute ihn mit der Verantwortung für den Bereich Technische Entwicklung. Im Jahr 1983 folgte die Berufung zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden und im Jahr 1988 die Ernennung zum Vorstandsvorsitzenden des zwischenzeitlich in AUDI AG umbenannten Unternehmens.

    Herr Dr. Piëch hat bei AUDI eine Reihe wegweisender Entwicklungen realisiert. Hierzu gehören unter anderem der TDI-Antrieb, der zukunftsweisende „Aluminium-Space-Frame“, der permanente Allradantrieb und die voll verzinkte Ganzstahl-Karosserie. Durch diese und andere Entwicklungen schuf und festigte die AUDI AG ihren Platz unter den führenden Automobilherstellern.

    Mit dem Wachstum und der Weiterentwicklung des Unternehmens gelang es auch der Stadt Ingolstadt, zu einem bedeutenden Wirtschaftsstandort in Bayerns Zentrum heranzureifen. Bis weit über die Region 10 hinaus ist die AUDI AG heute als potenter Arbeitgeber, aber auch als Mäzen des Ingolstädter Kulturlebens nicht mehr wegzudenken. AUDI ist mehr, als nur das Herz der Ingolstädter Wirtschaft, AUDI ist ein Teil des bürgerlichen Lebens in Ingolstadt. Das neu geschaffene Museum mobile, das zu den bestbesuchten Museen in Deutschland zählt, mag ein Beispiel dafür sein. Initiator und Motor dieser Entwicklung bei der AUDI AG war Dr. Ferdinand Piëch. In schweren Zeiten für AUDI und Ingolstadt unterstützte er das Festhalten am Standort Ingolstadt mit der Entscheidung, den A 3 hier produzieren zu lassen.

    Sein beruflicher Weg führte Dr. Ferdinand Piëch an die Spitze des Volkswagen-Konzerns, der Muttergesellschaft der AUDI AG. Sein Einfluss auf die Ingolstädter Tochter und deren Weiterentwicklung blieb über die Jahre hinweg aber immer spürbar. Auf Grund seiner außergewöhnlichen Managementqualitäten konnte er einen Weltkonzern schaffen, der die Marken VW, Audi, Skoda, Seat, Lamborghini, Bentley und Bugatti unter einem Dach vereinigte. Als Teil dieses Automobilimperiums ist die AUDI AG in Ingolstadt zum Marktführer gereift, dessen Wirtschaftskraft die ganze Stadt und ihr Umland mit Leben erfüllt.

 

 

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