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Natura 2000

 

Mit Inkrafttreten der Flora-Fauna-Habitatrichtlinien im Juni 1992, kurz FFH-Richtlinien, wurde ein erster Schritt in die Errichtung eines europaweiten Schutzgebietsnetzes getan. Dieser Schutz von Gebieten gemeinschaftlicher Bedeutung (Special Areas of Conservation = SAC) sollte helfen, wildlebende Tiere und natürliche Lebensräume zu erhalten. Ergänzt wurde dieses Instrumentarium im April 1998 durch das Inkrafttreten der Vogelschutzrichtlinien (Special Protected Areas = SPA), zum Erhalt von wildlebenden Vogelarten. Zusammen bilden beide Richtlinien das europaweite Schutzgebietssystem „Natura 2000“, das derzeit etwa 20 Prozent der Gesamtfläche einnimmt.

Ziel des Netzes aus diesen beiden Richtlinien ist die biologische Vielfalt innerhalb der Europäischen Union zu erhalten bzw. wieder herzustellen. Die Auswahl solcher Gebiete richtet sich nach den Bedürfnissen der Natur. Nur der Wert des jeweiligen Gebiets für Art und Lebensraum sind ausschlaggebende, politische oder wirtschaftliche Aspekte sind unerheblich.  

Bayernweit sind derzeit 674 FFH-Gebiete (9,2 Prozent der Gesamtfläche Bayerns) und 83 Vogelschutzgebiete (7,7 Prozent der Gesamtfläche Bayerns) im Natura 2000 – Programm aufgenommen. Südlich der Donau befindet sich zwischen der Lechmündung und Ingolstadt das FFH-Gebiet der Donauaue. Bestehend aus einer Weich- und Hartholzaue mit Altwässern, Grünland und Resten eines Niedermoores bietet es für Wiesenbrüter und bedrohte Arten wie beispielsweise den Hirschkäfer einen Lebensraum. Die angrenzenden Stauseen bieten zudem die Möglichkeit des Überwinterns und Rastens für Wasservögel. 

(Quelle: Bundesamt für Naturschutz, Natura 2000, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit)